GROW YOUR TALENT – oder warum es gut ist, seine Karriere selber in die Hand zu nehmen

ariadne My Career / Meine Karriere ,

Liebe Leserin, lieber Leser,

eine typische Situation: Ich schlage vor, die eigene berufliche Entwicklung in die Hand zu nehmen und höre eines der folgenden Argumente:

1) Das ist doch nur etwas für karrieregetriebene Manager!

2) Darum soll sich meine Vorgesetzte kümmern. Ich kann das sowieso nicht beeinflussen.

3) Ich mache meine Arbeit und sonst will ich meine Ruhe.

Ui, viel zu tun für mich. SIE kennen diese Ausreden, äh Argumente, natürlich nicht, oder?

Schauen wir uns doch einmal die Argumente genauer an:

1) Das ist doch nur etwas für karrieregetriebene Manager!

Das mag sein. Und in Ihrer inneren Wertung kommt der Manager dabei nicht so gut weg, oder? Karriere bedeutet nicht nur die Karriereleiter nach oben. Das englische „career“ kann im deutschen mit „Werdegang“ übersetzt werden. Und dieser führt nicht nur nach oben. Nur wenigen Menschen ist es vorbehalten, in einem einzigen Unternehmen die Karriereleiter kontinuierlich nach oben zu klettern. Die neuen Technologien, wiederkehrenden Wirtschaftskrisen, vom weltweitem Wettbewerb ausgehender Druck, die Abschaffung von Hierarchiestufen und der Stellenabbau machen es erforderlich, mehr als einen Weg bei der Karriereentwicklung zu verfolgen.

Sie können sich auf gleicher Ebene orientieren und Ihre Tätigkeit neu definieren, ohne unbedingt den Verantwortungsbereich oder Status zu ändern (Neuorientierung). Wenn Unternehmen nur langsam wachsen, oder sogar abbauen, stellt die Neuorientierung eine wichtige Karriereoption dar. Oder Sie können Ihren Verantwortungsbereich in Ihrer aktuellen Tätigkeit erweitern oder verändern (Enrichment). Um effektive Leistungen zu erbringen, müssen Sie mit neuen Fähigkeiten umgehen können und produktive Beziehungen zu Kunden und Kollegen aufbauen. Das kann sehr motivierend sein.

Manchmal erreichen Sie in Ihrer Karriere eine Phase, in der Sie nicht sicher sind, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen. Sie erkunden Alternativen und suchen Antworten auf die Fragen wie „Wo kann ich sonst noch hin?“ (Erkundung von Alternativen). Für manche Personen ist eine berufliche Neuausrichtung im Unternehmen eine Option. Diese impliziert meist einen Abstieg. Menschen entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für einen Abstieg. Eine berufliche Neuausrichtung kann eine Strategie sein, um die neuen Anforderungen ihrer Tätigkeit mit anderen Prioritäten zu vereinbaren (Berufliche Neuausrichtung). Wenn Sie ein Karriereziel haben, das in Ihrem jetzigen Unternehmen nicht realisierbar ist, Ihre technischen Fähigkeiten unterschätzt werden oder veraltet sind, oder Sie neue unternehmerische Interessen entwickeln möchten, könnte ein Wechsel in ein anderes Unternehmen die beste Option sein (Weggang).

Sie sehen, Karriere meint viele Möglichkeiten. Nicht nur für Manager, die nach oben wollen.

2) Sucht Ihr Vorgesetzter auch Ihren Partner aus?!!!?

Die Einstellung, dass sich die Vorgesetzte um die Weiterbildung kümmern sollte oder das Unternehmen Weiterbildungsangebote zur Verfügung stellen muss, ist weit verbreitet.
„Wenn ich meine Arbeit gut mache, wird meine Vorgesetzte sehen, was ich leisten kann und mich fördern.“ denkt mancher.

Wollen Sie wirklich Ihre berufliche Entwicklung in die Hände anderer legen? Haben Sie Ihre Eltern gebeten, Ihren Partner auszuwählen? Entscheidet im Restaurant der Kellner, was Sie essen sollen? Nein? Warum lassen Sie es dann zu, dass sich jemand anderes um Ihre berufliche Entwicklung kümmert? Sie kennen sich selbst mit all Ihren Stärken, Schwächen, Talenten und Abneigungen am Besten. Lassen Sie den Experten an die Sache heran, nämlich Sie selbst.

Sie sind der Pilot, nicht der Passagier Ihrer eigenen beruflichen Karriere!

Setzen Sie sich in den Sitz, der Ihnen zusteht. Die Unterstützung Ihrer Vorgesetzten, die Unterstützung Ihres Unternehmens, müssen Sie aktiv einfordern. Sie können viel mehr beeinflussen, als Sie denken.

3) In Ruhe Geld verdienen und dann ab ins Museum für antiquierte Mitarbeiter!

„In Ruhe mein Geld verdienen“ – Gegen diesen Gedanken spricht nicht wirklich etwas. Im Grunde sind Sie so zufrieden, wie es ist. Das ist sehr positiv. ABER: Um einen herum finden aber permanent Veränderungen statt. Abteilungen werden umstrukturiert, um im globalen Wettbewerb zu bestehen, neue technologische Entwicklungen verändern Prozesse oder die Arbeit verdichtet sich.

Diese Veränderungen verändern auch unsere Arbeit. Ignorieren Sie die Veränderungen um sich herum, kann es sein, dass sie plötzlich dem geänderten Arbeitsumfeld nicht mehr gewachsen sind. Wie der ältere Kollege, der sich in die neuen Programme nicht mehr eingearbeitet hat und nur noch als Exot auf die Rente wartet. Oder die Aufgabe, die einst so Spaß gemacht hat, wird nun von einer Jüngeren mit entsprechenden aktuellen Kenntnissen in der Hälfte der Zeit erledigt. Hierfür gibt es den Fachbegriff „Employability“. Damit ist gemeint, seine Beschäftigungsfähigkeit so zu erhalten, dass einen ein Arbeitgeber immer einstellen würde, sprich, Sie immer Arbeit finden. Das bedeutet, dass Sie sich auf dem Laufenden halten müssen und die Kenntnisse, die für Ihre Tätigkeit heute und in Zukunft wichtig sind bzw. sein werden, trainieren und permanent schulen.

Bleiben Sie „employable“

Also bleiben Sie „employable“. Es ist wichtig, sein Können und sein Wissen der aktuellen Zeit anzupassen. Wenn Sie sich nicht den Rahmenbedingungen und Veränderungen anpassen, werden Sie nicht mehr gebraucht. Sie sind sozusagen das Vintage-Telefon mit Wählscheibe in einer Zeit der Smartphones.

Sie verstehen nun sicherlich, was ich meine, oder?
Es ist absolut sinnvoll.

Doch wo können Sie starten? Überlegen Sie einmal und stellen Sie sich folgende Fragen:

Welcher Weg könnte für mich richtig sein?

Was habe ich bisher getan, um die Verantwortung für meine berufliche Entwicklung zu fördern? Erste Anhaltspunkte könnte geben, was Sie in den letzten Monaten gelernt oder beruflich erreicht haben? Listen Sie alles auf (selbst wenn sie sich nicht einmal aktiv darum gekümmert haben). Das kann beispielsweise sein:
eine Weiterbildung,
eine neue Position,
eine Umorganisation durchlebt/gemeistert/überstanden,
einen neuen Bereich kennen gelernt oder
mich in ein neues Thema eingearbeitet.

Das ist ein Anfang.

Konnte ich Sie überzeugen? Starten Sie jetzt oder verfolgen Sie Ihre Karriereziele bereits seit langer Zeit? Haben Sie die Fragen beantwortet? Welche interessanten Erkenntnisse konnten Sie gewinnen?

Ich freue mich über Kommentare und Rückmeldungen.

Ihnen viel Erfolg und bis zum nächsten Mal!

Ihre
Ariadne von – Keep calm and grow your talent –

Beitragsbild: www.gotcredit.com

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